Blick auf den Bodensee, von Bregenz aus

Wie eine Rüstung gleisst der See dem Winter am Leib.

Martin Walser: Ein springender Brunnen.

Ja, der Bodensee ist gemeint, an dessen Ufern ich zuweilen auch in der Kälte gerne sitze, dem Teufel und seinen Gesellen nachsinne und ein wenig in mein Notizbuch schreibe, so wie erst kürzlich diesen Winter. Ein neuer, unerbittlich kalter Freund sozusagen.

Erst kürzlich machte mich ein Newsletter auf eine Ausstellung am deutschen Ufer, nämlich in Friedrichshafen aufmerksam. Überrascht hat das dortige Zeppelin-Museum mit Kunst und Literatur am Bodensee unter dem Titel Beziehungsstatus: offen.“ Eine wunderbare Gelegenheit für mich, mehr über den Raum zu erfahren, der mich quasi als Gegenpol zum „pannonisch-pseudomediterranen“ Neusiedlersee meiner Jugend nun im Alter begleiten wird. Terra incognita bislang, wenn auch nicht mehr lange. Beginnen wir also mit Kultur, wie so oft.

Somit darf ich meine Notizen auf Mostindien wieder mit dem Kennenlernen der näheren Lebensumgebung fortsetzen, in einer mehrteiligen Serie, die sich fürs Nachdenken bestens bewährt. Nehmen Sie also dieses Posting als Hinweis auf die Thematik der kommenden Wochen. Beginnen werden wir mit Martin Walsers Roman über Wasserburg. Seien Sie gespannt auf mehr.

Den Blick im See verlieren: Einleitung * Wasserburg * Gaienhofen * Am Bodensee * Steckborn